Folge 3: Mainboard und Gehäusegrundplatte
Text und Fotos: Reinhold Ruppel
Der erste Abschnitt ist also erledigt und es geht ohne Unterbrechung weiter mit dem Bau des eigentlichen PC.
Für dessen Konstruktion habe ich mich entschieden ein Gehäuse selbst zu bauen, Travla und Co haben mir nicht gefallen und waren mir auch einfach zu teuer! Mir schwebte vor, das gesamte Innenleben komplett und funktionsfähig aufzubauen und dann wie eine Schublade ins Gehäuse schieben zu können.
Das Gehäuse und das auch das "Innenleben" des Gehäuses sollte aus Alublech sein und eine ausreichende Stabilität aufweisen. Das 3 mm Alublech, welches ich problemlos bekommen kann, erschien mir dann aber doch zu kräftig. Deshalb habe ich mir Alublech in 2 mm Stärke von Schrotthändler besorgt. Ein Blech war ein Firmenschild, das andere eine Türzarge. Aber eben beide 2 mm dick und genau richtig für meinen Zweck. Also kann es mit dem Bau des Gehäuses losgehen.
Mainboard:
Das Mainbord,
ein Jetway 7F2WE-1G3-OC mit 1300 MHz CPU im ITX Faktor (17 cm mal 17 cm) und den passenden Arbeitsspeicher mit 512 MB habe ich mir übers Internet besorgt.
Das Netzteil für den Mini PC ebenfalls.
Dabei handelt es sich um ein spezielles Netzteil für die Versorgung eines PC mit einer Eingangs- Gleichspannung zwischen 6 -24 Volt.
Das Netzteil, ein M2-ATX 6-24V DC/DC mit 160 Watt Leistung, ist intelligent! Es sorgt z.B. dafür, dass der Mini -PC beim Starten des Motors durch das Absacken der Versorgungsspannung nicht abschaltet. Es hindert Spannungsspitzen daran, den PC zu beschädigen und ist über Jumper einzustellen.
Ich habe meines so gejumpert, daß der PC ca. 3 Sekunden nach Einschalten der Zündung (stimmt nicht ganz, ich habe den Zündungsplus des Netzteiles auf ACC gelegt), automatisch ohne mein Zutun hochfährt. Und ca. 45 Sekunden nach Ausschalten der Zündung (bei mir ACC) wird er ordentlich heruntergefahren.
Nach etwa 2 Stunden gibt es das HARDOFF, d.h. auch die 5 Volt Schiene für den RAM wird abgeschaltet, der PC ist aus. Aber wie schon gesagt, das kann man alles über Jumper einstellen.
Eine Festplatte in 2,5" mit 80 GB hatte ich leider nicht rumliegen. Ein DVD Slim Line Laufwerk und zwei 60 mm PAPST Lüfter auch nicht. Also musste wieder mal ebay bemüht werden, mit Erfolg.
Für die Festplatte und das Slim Line DVD brauchte ich noch Adapter zum Anschluss der Notebook Laufwerke über normale IDE Flachkabel.
Diese Adapter habe ich gleich zusammen mit dem Mainboard bestellt.
Der Adapter 2,5“ HDD auf 3,5“ IDE Kabel.
In meiner schon erwähnten "Computer-Reste-Grabbelkiste" habe ich einiges an Kabeln gefunden, die ich noch verwenden konnte. (Also immer alles gut aufheben!)
Die notwendigen Schalter, Buchsen, LED, Schrauben in verschiedenen Durchmessern und Längen mit den dazugehörigen Muttern waren ebenfalls in meiner Bastelecke zu finden.
Und nun konnte es endlich losgehen.
Zuerst habe ich die Position von Mainboard und Netzteil zueinander ermittelt und auf ein Stück Alublech übertragen.
Im linken Teil das Mainboard, rechts das Netzteil.
Die Löcher habe ich entsprechend der Vorgaben der Platinen mit 4mm gebohrt und von unten versenkt, so dass die 4mm Senkkopfschrauben bündig abschließen. Die Länge des untern Bleches habe ich so gewählt, das auch die beiden 60er Papst Lüfter, sie sind 15 mm dick, noch Platz im zukünftigen Gehäuse finden. Nachdem nun die Lage der Befestigungsbohrungen bekannt war, habe ich Löcher in die Grundplatte gesägt. Ich dachte dabei an eine bessere Belüftung des Ganzen. Zuerst habe ich an den Eckpunkten Löcher gebohrt und dann mit der Dekupiersäge die Teile grob ausgeschnitten.
Grobes Aussägen der Ausschnitte
Die Feinheiten hat dann die Fräsmaschine erledigt.
So sieht das "Grundblech" des PC Chassis anschließend aus, noch mit Übermaß nach außen, da ich noch nicht genau weiß, wie es gehäusemäßig weitergehen wird.
Und hier schon mal probeweise Mainboard und Netzteil montiert.
Ansicht von unten
Mainboard mit RAM und Netzteil haben nun ihren Platz gefunden.
Aber Festplatte und DVD Laufwerk warten noch…
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