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Algerien 2002

Von Günther Plachenberger

 

02.08.2002


Endlich! Der Tag unserer Abreise ist da. Wir, das sind Margit, Volker und ich, wollen für 6 Wochen Algerien bereisen und für uns neue Gebiete entdecken.
Als Treffpunkt zur gemeinsamen Reise ist der Parkplatz in Kiefersfelden. Wie jedes Jahr haben wir uns auf diesen, altbekannten Platz verabredet, nur leider wurde dieser verlegt, so dass ich natürlich die neue Ausfahrt verpasst hatte. Also weiter bis zur nächsten Autobahnabfahrt und dann wieder zurück. Bei dieser Rückfahrt sehe ich schon von weiten Margit winken. Auch sie haben den neuen Parkplatz übersehen und mussten auch umdrehen. Aber was soll's, die nächste Ausfahrt wieder runter und dann endlich auf der Autobahn nach Innsbruck.
Die Fahrt durch Österreich und Italien geht ohne Probleme und großem Verkehrsaufkommen, so dass wir gegen 20 Uhr einen Parkplatz aufsuchen und dort die 1. Urlaubsnacht verbringen.

 

03.08.2002


200 km liegen noch vor uns, um unser erstes Ziel, den Hafen von Genua zu erreichen. Dieses Jahr ist die Anfahrt von der Autobahn in das Hafengelände problemlos, das heißt: ohne Stau, nicht so wie im letzten Jahr, wo wir einige Stunden auf der Autobahn verbracht hatten.
Wir sind wieder auf eine chaotische Einschiffung vorbereitet, aber dem war nicht so. Es geht einigermaßen geordnet zu und die Einweiser haben "fast" alles in Griff. 2001 war die Einschiffung ein einziges Chaos, so dass sogar die Polizei die Einfahrt in das Schiff absperren musste. Natürlich ist auch heuer wieder der Andrang der tunesischen Heimaturlauber sehr groß und statt der geplanten Abfahrt um 13 Uhr, findet das Auslaufen des Schiffes, der Carthage, erst um 18 Uhr statt.
Desinteressiertes Personal "begrüßt" uns auf dem Schiff und nach dem Abendessen, serviert von unfreundlichen Kellnern, suchen wir unsere Kabinen auf. Vorher erledigen wir aber noch auf dem Schiff unsere Zollformalitäten und nach 3 Stunden war alles vorbei.

 

04.08.2002


Die Verspätung wurde von der Carthage einigermaßen wett gemacht, so dass wir bereits gegen 14 Uhr Tunis erreichen. Nachdem wir das Schiff mit unseren Fahrzeugen verlassen konnten, dauert die Zollabfertigung und der Geldwechsel im Hafen maximal 30 Minuten. Nach einem kurzen Tankstop an der Tankstelle in La Goulette geht es weiter in Richtung Tozeur. Zwischendurch ist eine Teepause angesagt bei der wir für ein Glas Tee 1,200 TD bezahlen sollen. Nach einer Reklamation beim Chef wird dann der Preis auf 200 Mill. pro Glas gesenkt, was genau dem Preis entspricht, den auch die Einheimischen bezahlen.
Kurz vor Tozeur, gegen 21 Uhr und bei abendlichen Temperaturen von noch über 36 Grad suchen wir uns in der "Prärie" einen Schlafplatz.

 

05.08.2002


Da wir bekanntlich Frühaufsteher sind, sind wir bereits gegen 9 Uhr an der tunesisch/algerischen Grenze. Innerhalb von 2 Stunden sind an beiden Grenzen die üblichen Ausreise- und Einreiseformalitäten erledigt. Auf algerischer Seite kann problemlos Geld gewechselt und die obligatorische Autoversicherung abgeschlossen werden.
Gleich nach der Grenze betanken wir unsere Autos und der Weiterfahrt kann nichts mehr im Wege stehen, bis auf einen Polizeiposten, der unbedingt Geschenke haben möchte. (Kassetten, CD's, Playboy usw.) Auf guter Strasse und mit Außentemperaturen von über 45 Grad geht es in Richtung Hassi Messaoud, wo wir, ca. 100 km vorher, inmitten kleiner Dünen übernachten.

 

06.08.2002


Bereits vor Hassi Messaoud wird vom Militär die Fahrgenehmigung zur Weiterfahrt ausgestellt und nur noch kleine Polizei- und Militärkontrollen halten uns auf, die aber sehr locker gehandhabt werden. Dieses Jahr findet im Gassi Touil keine Konvoifahrt mehr statt und wir können alleine, ohne Polizei- oder Militärbegleitung unsere Reise in den Süden fortsetzen. Der nächste Stop erfolgt in Hassi bel Guebbour, ein Ort, der sich seit Jahren nicht verändert hat. Bevor wir unser Bad an der warmen Quelle genießen erfolgt nochmals eine Kontrolle durch das Militär. Diesmal möchten sie unsere Führerscheine sehen. Sie bekommen den Internationalen, der ihnen aber nicht bekannt war. Nach einem kurzen Aufklärungsgespräch wird aber dieser akzeptiert und unserem Badevergnügen steht nichts mehr im Wege. Die Quelle finden wir in einem sauberen Zustand und der Schweiß der letzten Tage wird in einem ca. 38 Grad heißen und schwefelhaltigen Wasser abgewaschen.
Frisch gewaschen und rasiert fahren wir weiter in Richtung In Amenas und am Tinrhert-Plateau, bei einer kleinen Abfahrt, wird übernachtet.

 

07.08.2002


Durch eine langweilige Gegend auf langweiliger Teerstrasse erreichen wir Illizi. In den letzten Jahren hat sich diese Oase positiv entwickelt und es mangelt an nichts. Sprit gibt es genug, so dass wir sofort nach dem Betanken unsere Fahrt fortsetzen können. Auf dem Plateau Fadnoun gehen die Außentemperaturen merklich zurück und in ca. 1000 Metern Höhe erreichen diese mal 38 Grad. Für uns eine wahre Wohltat. Wenn ich an meine ersten Reisen zurück denke, als diese Strecke noch brutales Wellblech aufgewiesen hat, so kann man heute wirklich froh sein, auf guter Teerstrasse zu fahren.

 

08.08.2002


50 km vor Djanet biegen wir links ab und fahren in das Tassili zum Adrar Adjeleho. Eine wunderbare Landschaft erwartet uns und kreuz und quer, begleitet von Felstürmen und Felsbögen, geht es in das Oued Assasssou und man kann dort mehre Rundgräber (Schlüssellochgräber) entdecken.
Unsere Route verläuft südöstlich und 15 km vor der Teerstrasse enden die Berge. Durch gut zu befahrenden Sand, vorbei an einzelnen Bergen, steuern wir wieder die Teerstrasse an.
Nachdem der Reifendruck, der beim Einstieg natürlich abgesenkt, wieder auf "Normal" gebracht wird geht's nach Djanet.

 

09.08.2002


Sobald die ersten Palmen auftauchen, freut sich das Herz. Djanet hat sich zu einem modernen Ort gemausert und man soll sich wirklich Zeit nehmen und bei einem Spaziergang das Leben und Treiben beobachten.
Im Ortskern liegt das Hotel Zeriba auf dessen Hof man campieren kann. Wir sind dort mit unseren Freunden, Steffi und Gerd verabredet, die sich schon seit einigen Tagen in Djanet aufhalten und uns erwarten. Mit diesen Beiden möchten wir zusammen das Tadrart "erfahren".
Vorher ist aber noch große Wäsche und ein ausgiebiges Duschvergnügen im Hotel angesagt.
Übernachten wollen wir aber nicht am oder im Hotel, sondern fahren, nachdem wir unseren Obolus für das Duschen entrichtet haben, weiter in das Oued Debirene. Dort finden sich herrliche Übernachtungsplätze, einsam, verlassen und malerisch.


10.08.2002


Jetzt geht es endlich richtig los. Weg von den Teerstrassen und die Pistenfahrten können beginnen. Wir verlassen unseren Schlafplatz, queren die Teerstrasse, biegen dann nach rechts ab und sehen schon die Landepiste und Gebäude des alten Flughafens von Djanet. Die Piste führt nach Ghat. An einer Gabelung halten wir uns an einen Wegweiser "Tin Alkoum" und folgen dessen Beschilderung. Eine wunderschöne Berglandschaft und eine gut zu befahrende Piste führt uns zu unserem Abzweiger "In Guezzam". Hier verlassen wir diese und biegen rechts ab.
Bereits auf dieser Strecke, an einem, bzw. auf einem Inselberg, finden wir außergewöhnlich schöne Gravuren. Teilweise ist der Boden übersät mit Kalkablagerungen und es stellt sich die Frage, war dies hier bereits ein Meer oder ein riesiger See. Wir wissen es nicht.
Im Oued Djerane, das teilweise mit den "Rosen von Jericho" bedeckt ist, findet sich wieder ein wunderbarer Übernachtungsplatz an dem wir Abends, gemütlich bei einer Flasche Wein, die ganzen Eindrücke über uns ergehen lassen.

 

11.08.2002


Wir sind im Tadrart, einem Sandsteinmassiv im Südosten des Tassili, in einem Gewirr von tiefen Schluchten. Es tauchen Canons auf die wir befahren, sehen eine Vielzahl von Türmen, riesigen Torbögen und Verwitterungen, die teilweise vom Sand bedeckt. Der Verlauf dieser Canons ist so verschlungen, dass man meint, man befindet sich in einem nimmer endenden Irrgarten.
Auch an diesem Tag entdecken wir wieder viele Gravuren und Felszeichnungen. Trotz der Hitze von über 42 Grad unternehmen wir Exkursionen zu Fuß, um die Gegend und Landschaft zu erkunden. Weiter geht es, begleitet von Felsbogen und bizarren Felsformationen und immer auf der Suche nach neuen Highlights, Gravuren und Zeichnungen. Die mit schwarzer Patina überzogenen Wände erinnern an Tempel, Burgen und Menschengruppen. Wir können uns kaum satt sehen.
Für den nächsten Tag ist die Weitereise nach Norden geplant, in Richtung Col d'Anai.

 

12.08.2002


Wir haben aber nicht vor über den Col d'Anai auf libysches Gebiet zu fahren, sondern beenden unsere Nord-Ostfahrt bereits ca. 20 km vor dem Pass. Eine markante Felsskulptur "der Igel" zeigt uns, dass wir immer noch auf dem richtigen Weg sind. Über kleine Dünen und durch weite und enge Täler schlagen wir Kurs Südost ein. Immer wieder finden wir Zeichnungen und Gravuren. Wir sind begeistert. Der Rückweg führt uns durch eine weite Sebcha und die grandiose Landschaft hat uns weiterhin in ihrem Bann. Nicht einem Fahrzeug sind wir bis heute begegnet. Nur alte Spuren befinden sich auf unserer Strecke. Wie alt diese aber sind, vermag keiner zu sagen.
Bedingt durch die enorme Hitze haben wir für diese Tour 4-5 Tage verplant, die wir auch unbedingt einhalten wollen, bzw. müssen, da unsere Wasservorräte begrenzt sind. Teilweise werden pro Fahrzeuginsasse 12-15 Liter am Tag verbraucht, was natürlich die Reichweite beschränkt. Aber wir haben vorgesorgt und jedes Fahrzeug ist im Schnitt mit 130 Litern Trinkwasser ausgestattet, so dass kein vorzeitiger Abbruch dieser Rundfahrt erfolgen muss.

 

13.08.2002


Bei der Ausfahrt vom Tadrart sehen wir wieder Felsmalereien, Gravuren mit Giraffen, Fischen und Elefanten. In diesem Gebiet finden sich überall tausendjährige Zeugnisse menschlichen Lebens. Wie alt diese Zeugnisse sind wissen wir nicht, dazu fehlt uns die nötige Ausbildung. Man spricht aber von 5000jährigen Bildern und Gravuren und geht sogar auf 30000 Jahre zurück. Auch in einschlägiger Literatur ist das Alter dieser Zeichnungen nicht bestimmt, man kann nur Vermutungen anstellen. Aber die Gravuren zeigen, dass die Sahara früher einmal ganz anders ausgehen hat, als sie sich heute darstellt. Es kommen Dutzende von Elefanten vor, Giraffen, Strauße und Rinder. Selten findet man aber Gravuren von menschlichen Gestalten.
Auf dem Rückweg zur Piste, die uns wieder wohlbehalten nach Djanet bringt, sehen wir in der Ferne ein Fahrzeug mit 5-6 Leuten stehen. Sind es Schmuggler die keinen Kontakt mit uns suchen? Ein Blick durch das Fernglas sagt uns, Polizei. Es scheint, als haben Sie schon einige Zeit auf uns gewartet und im gleichen Augeblick setzt sich dieses Polizeifahrzeug in Bewegung, kommt schnell auf uns zu. Natürlich bleiben wir stehen, steigen aus und warten auf deren Eintreffen. Zwischenzeitlich hat sich auch von hinten ein Polizeifahrzeug genähert und junge, teilweise uniformierte Beamte springen ab, ihr Gewehr in der Hand und kommen auf uns zu. Freundlich begrüßen wir die Leute und nach dem Begrüßungszeremoniell kommt die Frage ob wir aus Libyen kommen? Schnell hat sich aber die Sachlage geklärt, unsere Pässe werden kontrolliert und nach einem kurzen Gespräch können wir die Fahrt fortsetzen. Warum an dieser Stelle die Polizei gewartet hat, kann nicht geklärt werden. Es hat aber den Anschein, als waren sie informiert.

 

14.08.2002


Bedingt, durch eine wahrscheinlich zu schnelle Pistenfahrt habe ich den ersten Plattfuß am vorderen rechten Reifen. Der Riss an der Seitenwand des Reifen war aber so groß, dass eine Reparatur mit meinen begrenzten Mitteln nicht möglich ist. Also bleibt nur eines, die Reparatur muss ein Fachmann in Djanet ausführen. Der Reifen ist schnell gewechselt und gegen Mittag erreichen wir wieder unser "Duschhotel". Nach dem wir uns frisch gemacht haben, auch die Autos werden gesäubert und durchgecheckt suchen wir einen Vulkanisateur auf, der den Schaden beheben soll. Er zieht zwar die Stirn in Falten und meint, es sei sehr schwierig, aber wir geben ihm 3 Tage Zeit, da wir vorher, bevor wir uns auf nach Tam machen, noch eine Fahrt in das Assakaoutal unternehmen möchten.
Die Strasse von Djanet führt hinein in das wunderschöne Tal und man ist wieder überrascht, wie durch Erosionen Felstürme und Höhlen entstanden sind. Abends, am Übernachtungsplatz, lässt man die Fantasie spielen und man kann aus den verschiedenen Felsformationen Gestalten, Totenköpfe und Tiere erkennen. Natürlich wird auch die "Blutrinne" besucht. Diese befindet sich an einer schrägen Felsplatte und weist eine ausgeschliffene, fast 30 Meter lange Rinne auf. Angeblich sollen dort früher Kulthandlungen durchgeführt worden sein. In verschiedenen Büchern ist die "Blutrinne" erwähnt und als Alternative zu den Kulthandlungen wurde geschrieben, es handelt sich um eine Rutschbahn die früher den Kindern diente. Also, was ist richtig?

 

15.08.2002


Da Steffi und Gerd bereits am 18. die Rückreise antreten müssen, haben wir uns vorgenommen mit den Beiden noch eine Tassili Rundfahrt zu machen. Wir treten den Rückweg nach Djanet an, denn nach ca. 30 km in diesem Assakaoutal ist ein Weiterkommen nur noch extrem schwierig, aber dieser 1 ½ Tagesausflug hat sich gelohnt.
Auf dem Rückweg zur Oase ein kurzer Stop beim Reifenflicker, aber der Reifen war noch nicht fertig. Macht nicht's, wir haben ja noch 2 Tage Zeit und die wollen wir sowieso im Tassili verbringen. Jetzt auf der Teerstrasse in Richtung Norden und nach ca. 20 km Fahrt rechts ab von der Strasse auf die große Düne, denn dort haben wir unseren Nachtplatz gewählt. Eine phantastische Aussicht zum Erg d' Admer, den wir am übernächsten Tag überqueren möchten, bietet sich. Diesmal machen wir es uns einfach. Wir nehmen den "neuen Göttler" zur Hand und geben ín unsere GPS-Geräte dessen geschriebenen Koordinaten ein, um die Durchstiege leicht zu finden. Warum sollen wir denn suchen, wenn die Tour bereits vorgegeben ist?

 

16.08.2002


Immer wieder fasziniert von der Landschaft folgen wir den "Göttlerschen GPS-Spuren", kommen vorbei an Felsentoren, an alten Gräbern und suchen verzweifelt dessen erwähnte Felsbilder. Am Endpunkt der beschriebenen Tour fahren wir dann auf die andere Seite der Teerstrasse, zum Erg d' Admer. In den Ausläufern des Erg geht es langsam zurück nach Süden. Während dieser Fahrt sehen wir Speerspitzen, Pfeilspitzen, Reibschalen und und und.
Wir sind begeistert. Auf einer Düne schlagen wir unser Nachtlager auf und suchen bis zum Einbruch der Dämmerung weitere "steinere Zeugen". Ein wunderbarer Blick ins Tassili entschädigt uns für die große Hitze.

 

17.08.2002


Gleich morgens geht es weiter mit der "Sucherei". Immer und überall finden sich Werkzeuge, Reibschalen die nur darauf warten gesehen und begutachtet zu werden.
Die Entdeckerfreude erwacht in uns und einige Stunden sind wir als "Hobbyarchäologen" beschäftigt.
Die Strecke führt uns weiter nach Süden und auf der alten Piste, nicht auf der Teerstrasse, fahren wir zum alten Flughafen von Djanet. Von dort aus geht es wieder zum Duschen ins Hotel. Vorher müssen aber noch die Fahrzeuge cpl. betankt werden, da am nächsten Tag die Fahrt über die "Schmuggler-Piste" nach Tam geplant ist.
Wieder einmal ist dann im Hotel Körperpflege angesagt, was uns allen richtig gut tut.
Nach dem auch dies erledigt ist fahren wir zum Reifenflicker. Zwischenzeitlich ist der Reifen fertig und auf afrikanisch geflickt. Das heißt, Flicken wurden auf die Seiteninnen- und
-Aussenwand aufgenäht und zusätzlich in die Schlauchlosfelge ein Schlauch eingezogen. So soll die Luft halten. Für diese Arbeit sind 500 AD zu bezahlen, aber ein afrikanisch geflickter Reifen ist besser, als gar kein Reifen. Aber schon vorab, die Luft hat gehalten!!
Da unsere Freunde am nächsten Tag die Rückreise antreten müssen wollen wir mit diesen nochmals einen schönen Abend zusammen verbringen und fahren deshalb gemeinsam wieder zu "unserer" hohen Düne, im Rande des Tassili. Von dort aus können wir schon unseren Einstieg in den Erg d' Admer sehen und mit Vorfreude erwarteten wir die nächsten Tage.

 

18.08.2002


Bereits um 8 Uhr morgens verabschieden wir uns von unseren Freunden, mit denen wir eine wunderbare Zeit im Tadrart und im Tassili verbracht haben. Aber leider, das Schiff wartet nicht.
Fast gegenüber unseres Übernachtungsplatzes befindet sich der klassische Einstieg in den Erg. Bereits im letzten Jahr haben wir eine Überquerung vorgenommen aber nicht die klassische, sondern wir haben uns selber den Weg gesucht. Diesmal wollen wir es aber einfacher haben und uns deshalb für diesen Durchstieg entschieden.
Viele Spuren führen in ein breites Gassi und es geht zunächst nach Südwesten. In einem großen Sandkessel biegen wir nach Süden ab und kommen der großen Düne näher. Eine Menge von Spuren führen hinauf und es müssen mehr als 100 Höhenmeter überwunden werden.
Aber mit Dünenfahrten haben wir ja Erfahrung und der Aufstieg stellt keine Probleme dar.
Natürlich wird vorher der Reifendruck gesenkt (ca. 1,6 bar) und wie auf Schienen ziehen unsere beiden Toyotas nach oben. Ein kurzer Rundblick auf dem Dünensattel und es geht nach unten. Angekommen, wird der Reifendruck wieder erhöht und über eine weite Ebene geht es Süd-Südwest. Wir sehen den Tisnar-Gipfel, der als markanter Punkt gilt und über eine reifenmordende steinige Strecke erreichen wir den Brunnen Hassi Tirine. Kühles Nass lässt uns die Strapazen der letzten Stunden vergessen und machen uns wieder frisch. Eine Stunde später, auf einer riesigen Ebene, im Oued Tiririne, schlagen wir, versteckt hinter Akazien, unser Nachtlager auf. Die von Norden zum Brunnen führende Strecke hat uns geschafft und bereits um 21 Uhr liegen wir in den Autos, da uns das Schlafgefühl übermannt hatte.

 

19.08.2002


Gestärkt mit einem kräftigen Frühstück folgen wir alten Spuren, nach Süden. Leider haben wir dabei den Durchstieg in Richtung Oued Takalous und Oued Tadant übersehen. Also, wieder zurück und nach einigen Irrfahrten ist der Durchstieg ins Takalus gefunden. Viele Spuren im Oued führen nach In Azaoua zur nigrischen Grenze. Kontakte zu anderen Fahrzeugen möchten wir hier vermeiden.

 

20.08.2002


Wir sind beeindruckt.
Ein Durchstieg in einer kleinen Schlucht bringt uns zum Oued Tadant und führt uns weiter nach Süden.
Wir fahren unseren alten Spuren vom letzten Jahr nach und natürlich, durch Unaufmerksamkeit übersehen wir die Abzweigung zum Youf. Wieder 17 km auf staubiger Piste zurück und dann rechts abgebogen. Wir sind wieder richtig. Vorbei an den Wänden des Gara Debanet und unsere Fahrt geht über die Flächen Tehe-n-Arene und es werden fantastische Landschaften durchquert. Nach sandiger Strecke, die mit stark reduzierten Reifdruck befahren wird, tauchen die spektakulären Zinnen des Youf Ehakit auf. Sandige Abfahrten führen uns in den Tassili N'Ahaggar Nationalpark. Ein Schild macht uns darauf aufmerksam.
Die Landschaft dort ist spektakulär, es beginnt eine Märchenwelt. Die Eindrücke von dieser Landschaft sind nicht zu beschreiben, man muss sie persönlich gesehen und "erfahren" haben.
Unter einem Felsüberhang machen wir Rast, wir sind von der Sonne geschützt und erkunden zu Fuß die Gegend. Immer wieder finden sich Zeichnungen, Gravuren, Felsformationen, die ein "Künstler" geschaffen haben muss.

 

21.08.2002


Es geht weiter in das Tagrira-Tal, entlang des Tin Tarabine-Tales und weiter nach Süden.
Auf flotter Fahrt, unseren GPS-Punkten nach, finden wir verschiedene Markierungen. Seien es Stangen- oder Tonnenmarkierungen. Auf jeden Fall wissen wir, dass wir richtig sind.
Die Weiterfahrt führt uns zu einem Felstor und zu den "3 Zinnen". Wir befinden uns schon wieder ein einer traumhaften Landschaft. Wir folgen dem Oued Tagrira und das riesige Oued wird von Tafelbergen begrenzt. Immer wieder sehen wir Reibschalen und andere Dinge.
Weiter führt uns unser GPS und gelangen schließlich in das Oued Igharghar
Da, beim Einstieg in das Oued sehen wir ein Fahrzeug. Sind es Schmuggler, Polizei oder Militär? Wir bleiben stehen. Das Fahrzeug bewegt sich nicht, also drauf zu. Nach einigen 100 Metern klärt sich alles auf. Es ist ein verunglücktes Fahrzeug, ein weißer Toyota Pick-Up. Vermutlich ist er zu schnell durch eine Bodenwelle gefahren und hat sich überschlagen. Das Kennzeichen ist nigrischer Herkunft, es ist aufgemalt. Vermutlich ein Schmugglerfahrzeug.
Hitze und Staub zerren an den Kräften und wir alle sind froh, als gegen Abend ein uneinsehbarer Rast- und Nachtplatz gefunden wird.

 

22.08.2002


Weiter im Oued Igharghar. Nach einigen Kilometern verlassen wir dann das Oued und fahren über eine alte Gebirgspiste. Leider ist diese so felsig, dass nur mit Reduziergetriebe ein Weiterkommen möglich ist. Später erreichen wir das staubige Oued und steuern unser Ziel, Tam, an. In der Nähe von Bir Tadjnout ist ein Kamel im Schlamm versunken. Mit traurigen Augen starrt uns dieses Tier an, aber wir können nicht helfen. Zu tief liegt es bereits im Schlamm und kann sich selber nicht mehr befreien. Traurig verlassen wir diese Stelle und setzen unsere Fahrt fort. Das Fahren im Oued wird zur staubigen Angelegenheit. Immer wieder gibt es Fesch-Fesch, der nur mit Schwung uns Geschwindigkeit genommen werden kann, so dass eine enorme Staubentwicklung entsteht. Aber wir müssen hier durch, denn eine andere Möglichkeit in Richtung Tam, bietet sich uns nicht an.

 

23.08.2002


Von unserem Übernachtungsplatz sind es noch ca. 60 km zu unserem gesetzten Ziel, Tam.
Auf unangenehmer Piste mit starkem Wellblech geht es voran und bereits gegen Mittag kommen wir auf die Teerstrasse. Lange Staus von PKW und LKW führen uns zur Tankstelle, direkt an der Hauptstrasse. Nur kann an dieser Tankstelle kein Diesel getankt werden. Also weiter zur Nächsten, im Inneren der Stadt. Dort gibt es genügend Treibstoff und nach dem Betanken steuern wir den Campingplatz an. Ein sehr sauberes Gelände mit freundlichem Personal bietet uns Platz für die nächsten 2 Tage.
Jetzt ist wieder großer "Hausputz" angesagt, da die Fahrzeuge außen und innen voll feinem Staub sind.. Nach dem Putz erfolgt die langersehnte heiße Dusche, die die Lebensgeister wieder weckt und den Staub der letzten Tage von uns abspült. Man ist ein "neuer" Mensch.

 

24.08.2002


Nach einem ausgezeichneten Frühstück mit frischem Brot, Kaffe, Wurst Marmelade ist ein Stadtbummel angesagt. Tam, eine aufstrebende und wachsende Stadt platzt fast aus allen Nähten und das Wachstum geht weiter. Fast 80000 Menschen leben hier und es mangelt fast an nichts. Die Hauptstrasse lädt zum Verweilen ein und verschiedene Kulturkreise prägen das Bild. Am alten Markt erstehen wir handwerkliche Arbeiten der Tuareg. Ausgestellt sind Sättel, Taschen, Teppiche, Schmuck und vieles mehr.

 

25.08.2002


Ein Aufbruchtag ist angesagt. Wir wollen weiter über Ideles zum Erg d' Admer und dann nach Djanet. Auf grausamer Wellblechpiste führt die Strecke nach Osten und dann weiter nach Norden in Richtung Tahifet. Dort entschädigt uns die schlechte Wegstrecke mit einer schönen und fast unberührten Landschaft. Über den Paß Col d'Azrou führt die Strecke fast auf 2000 Metern Höhe. Dort, neben der Piste, übernachten wir. Es ist wirklich angenehm kühl, so dass bei angenehmen Abendtemperaturen ein wohltuender Schlaf gesichert ist.

 

26.08.2002


Nach weiterer Holperei auf endlosem Wellblech wird nach 260 km Fahrt Ideles erreicht.
Ideles, am Fuße des Berges Taderaz gelegen. Es ist immer noch ein verschlafenes Kaff. Bis auf einige Neubauten des Militär, bzw. Polizei hat sich dort in den letzten Jahren nicht viel geändert. Polizei interessiert sich für uns nicht, so dass wir ohne Kontrolle den Ort wieder verlassen können. Gemeines Wellblech führt uns zum Flusstal von Tarrent. Von dort aus unternehmen wir Spaziergänge. Wir hoffen in dem Flusstal Wasser zu finden, um uns wieder einmal so richtig abzufrischen, aber leider ist alles trocken.
In der Nacht kommt sehr starker Wind auf und es fängt auch an zu regnen. Der Regenschauer ist aber nicht sehr ergiebig und nach kurzer Zeit beruhigt sich der Wind und sämtliche Türen und Fenster können am Auto wieder geöffnet werden.

 

27.08.2002


Die Fahrt führt weiter über verschiedene Bergpässe, Oueds werden durchfahren und gequert und wir erreichen den südlichen Rand der Amadror-Ebene. Dort treffen wir zufällig Freunde, die uns bereits im letzten Jahr begleitet haben. Sie wollen auf unseren Spuren nach Tam. Ein großes Hallo ist angesagt und nach Austausch von Informationen setzen diese ihre und wir unsere Fahrt in verschiedenen Richtungen fort. Vorbei am Berg Inouhaouene, ein langgezogenes Bergmassiv und nähern uns dem Telertheba, der uns als Orientierungspunkt dient. Die Piste führt weiter durch das schöne Oued Tin Hidene und über weite Ebenen geht die Tour in Richtung Serouenout.

 

28.08.2002


Serouenout wird von uns nicht angesteuert, sondern umfahren. Viele Spuren führen in Richtung Ost-Südost, später nach Osten. Ein Tamariskenoued begleitet uns und folgen später dem Oued Tafassasset. Auf flotter Fahrt geht es dem Orientierungspunkt Tahort entgegen, ein schwarzer Felskegel, von Weitem schon sichtbar. Kleine Dünen werden gequert und die Übergänge bringen uns zum Einstieg, zur großen Düne, die gemeistert werden muss. Der Reifendruck wird stark reduziert und in der großen Nachmittagshitze die Düne "überfahren". Dort oben bietet sich wieder ein sagenhafter Ausblick und es geht hinab in das Tal. Nach dem der Reifendruck wieder normalisiert ist fahren wir einige Kilometer an den Dünenrändern und machen uns auf die Suche nach Artefakten. Wir werden auch fündig und sehen wieder einmal Reibschalen, Speerspitzen und andere Dinge. Noch ein paar Stunden am nächsten Tag, und die Zivilisation hat uns wieder.

 

29.08.2002


Eine ausgiebige Dusche in Djanet, nur ein kurzer Aufenthalt mit tanken und waschen und es geht in Richtung Illizi. Wir haben noch Zeit und möchten die Gräberpiste befahren.
Von grandioser Berglandschaft des Tassili eingezäunt, bietet uns das Oued Essendilene einen wunderbaren Übernachtungsplatz.

 

30.08.2002


Enorme Hitze begleitet uns auf unserer Fahrt über das Plateau nach Illizi. Schweißgebadet erreichen wir dort die Tankstelle und machen unsere Tanks zum Befahren der Gräberpiste voll.
Die Stadt ist wie ausgestorben, kein Lokal hat geöffnet, keine Läden sind offen aber unsere mitgeführte Verpflegung reicht noch einige Zeit, so dass wir ohne Einkaufsbummel die Stadt in Richtung Westen verlassen. Wir folgen den Pistenspuren, überfahren einen Bergsattel und kommen den Menkhour-Dünen näher.

 

31.08.2002


Die Ausläufer des Erg Issaouane begleiten uns. Wir queren das sandige Oued Tadjeradjeri und finden ein großes Gräberfeld. Weiter über eine Schwemmtonebene, die in einigermaßen flotter Fahrt passiert werden kann. Durch kleine Dünentäler schlängelt sich die Piste zu einem Dünenzug. Dieser muss überquert werden. Die große Hitze veranlasst uns, die Überschreitung erst am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen, da wir nicht wissen, wie schwierig die Überfahrt sein wird.

 

01.09.2002


Das Überqueren geht ohne Probleme und wir erreichen das Oued Samene. Wir durchqueren dieses und nähern uns der Bergkette des In Tirhanuine. Vorbei an einigen Gräbern, in teilweise schöner und teilweise langweiliger Fahrt kommen wir zum Brunnen Ain el Hadjadi. Wir lassen diesen links liegen, finden den Brunnen Tabelbalet mit dessen ungenießbaren Wasser und erreichen Hassi Touskirine. Wir sehen Reste eines französischen Forts mit alten Stellungen und auch Gräbern.
Unser Fahrt möchten wir durch die Dünen beim Gara Khanfoussa fortsetzen.
Auf teilweise steiniger Strecke fahren wir den Dünen zu, reduzieren wieder einmal den Luftdruck und machen uns an die Überquerung. Ein wunderbares Gefühl kommt auf.
Es macht Spaß die Fahrzeuge in den Dünen zu bewegen. Spuren sind nicht mehr vorhanden, aber der Gara Khanfoussa ist ein deutlicher Orientierungspunkt, auf den wir zufahren.

 

02.09.2002


Im Zickzackkurs geht es weiter durch die Dünen. Auf weiten, sandigen Flächen fahren wir an den hohen Dünen entlang. Weite Täler liegen vor uns und erreichen die Piste nach Hassi bel Guebbour über Sidi Moussa, am Steilabbruch des Tinrherht-Plateaus nach Osten. Flache Dünen werden über- oder umfahren und vor uns taucht Sidi Moussa auf. Nach einiger Kurverei sehen wir schon die Asphaltstrasse die uns über Bordj Omar Driss nach Hassi bel Guebbour führt. Rege Bautätigkeit herrscht in Omar Driss und wir bleiben auf der Teerstrasse und erreichen wieder einmal unseren schönen Badplatz. Sofort nach dem Auftanken verschwinden wir wieder in den Dünen und bereits am nächsten Tag geht es weiter nach Norden, durch das Gassi Alennda.

 

03.09.2002


Bis nach Hassi Messaud sind es ca. 500 km und wir haben 4 Tage Fahrzeit für diese Strecke eingeplant. Der Einstieg in die alte Piste nach Norden ist unangenehm, werden aber später durch eine schöne Dünenlandschaft entschädigt. Da wir genügend Zeit verplant haben ist eine gemütliche Fahrt angesagt durch das Gassi El Mouilah immer wieder unterbrochen von der Suche nach steinzeitlichen Dingen.

 

04.09.2002


Heute haben wir das Gassi Alennda erreicht. Ca. 200 km Sand und Dünen liegen noch vor uns. Es macht Spaß die weiten Täler zu befahren und auch zu erkunden. Immer werden Dünen und Täler gequert, um unsere Hauptrichtung Nordost einzuhalten.

 

05.09.2002


Wir sehen viele aufgelassene Bohrstellen, teilweise noch aus den 50er Jahren und machen uns Gedanken, wie das Leben und die Arbeitstätigkeit auf so einer Bohrstelle ausgesehen hat oder aussehen muss. Viele zerbrochene Reibschalen finden wir, die vermutlich durch Fahrzeuge, auf der Suche nach Öl, zerstört worden sind. Schade!
Auf der Suche nach einem Schlafplatz erfolgt von mir noch eine schöne Einsandung und nur mit einem reduzierten Reifendruck von 1 bar kann das Fahrzeug wieder befreit werden.
Genügend Wasser ist noch vorhanden, so dass nach der Befreiungsaktion eine Wäsche mit anschließender Rasur angesagt ist.

 

06.09.2002


Schöne Dünenfahrten liegen noch vor uns. Sicherlich hätte man die Dünen auch umfahren können, aber wir wollen mitten durch. Trotz der Hitze trägt der Sand sehr gut, so dass keine schweißtreibende "Schauflerei" zu befürchten ist. Bergauf und bergab geht es in Richtung Norden. Viele alte Spuren sind vorhanden, wir aber suchen uns selber den Weg.

 

07.09.2002


Rauchfahnen steigen auf und künden uns Hassi Messaoud an. Vorher geht es aber noch durch zerfurchte Erdölgebiete und treffen auf Vermessungs- und Suchtrupps. Riesige Fahrzeuge mit riesigen Reifen bewegen sich in den Dünen und zeugen von einer starken Suchtätigkeit nach Erdöl.
2 km vor Erreichen der Teerstrasse kündigt sich ein weiterer Plattfuss an. Der rechte vordere Reifen ist aufgeschlitzt und unreparabel. Der bereits geflickte Reifen muss herhalten für die restliche Strecke und für die Heimfahrt, aber ich hoffe, dass dieser keine Probleme macht.
Ein kleiner Einkaufbummel in Hassi Messaoud zum Auffüllen unserer und meiner Vorräte zeigt uns das pulsierende Leben und dieser neuen und modernen Stadt. Doch wir wollen uns nicht länger als nötig aufhalten und nach einem guten Tee fahren wir weiter, in Richtung Touggourt.

 

08.09.2002


Über Touggourt und El Oued führt uns die Teerstrasse nach Biskra, wo wir noch auf dem Rückweg Freunde besuchen. Wir werden mit gefrorenem Dosenbier empfangen. Eigentlich schade um dies Bier, aber was soll's, geschmeckt hat es trotzdem.
Nach einem schönen Bad, die Lebensgeister kommen zurück, gibt es viel zu reden. Nach so langer Zeit wieder in einem Haus zu nächtigen, zu essen und zu trinken, finden wir gut.

 

09.09.2002


Jetzt heißt es wieder Abschied nehmen, denn wir sind in Tunesien noch mit Freunden verabredet. Bis zur Grenze nach Taleb Larbi begleitet uns ein Sandsturm, der leider so heftig ist, dass keine Fenster im Auto geöffnet werden können. Wirklich unangenehm.
Schnell sind die Grenzformalitäten bei der Aus- und Einreise erledigt und weiter geht es nach Tozeur. Dort erhalten wir wieder frisches Brot und nach dem Einkauf machen wir uns auf, unseren alten und bekannten Schlafplatz in den Bergen aufzusuchen.

 

10.09.2002


Nach anstrengender Fahrt kommen wir in Nabeul, in der Jugendherberge an, die in den nächsten Tagen unser zu Hause sein wird. Die Jugendherberge liegt direkt am Meer und natürlich ist dann ausgiebiges Baden angesagt.

 

11.09.2002


In der Touristenstadt Nabeul bietet sich ein Stadtbummel an. Viele Händler halten ihre Waren feil und ein Strom von Touristen wälzt sich durch den Souk. Im "Magasin" wird Bier und Wein gekauft und in dem mitgeführten Kühlschrank verstaut. Eisgekühltes Bier und kühler Rotwein nach so langer Zeit, eine Wohltat.

 

12.09.2002


Heute ist für uns der letzte Tag auf dem afrikanischen Kontinent. Deshalb ist nochmals relaxen und faulenzen angesagt. Wir lassen die letzten Wochen gemütlich ausklingen. Ein tolles Abendessen in einem kleinen Lokal lässt den Abend gemütlich beenden

 

13.09.2002


Bereits gegen 8 Uhr erreichen wir den Hafen La Goulette, denn unser Schiff, die Carthage, soll um 11 Uhr abfahren. Nach einer ruhigen Einschiffung kann die Carthage mit einer Verspätung von nur 2 Stunden ablegen und der Heimfahrt am nächsten Tag steht nichts mehr im Wege.

 

Für Informationen steht Günther Plachenberger gerne zur Verfügung.

 
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