| 2006-12-04 | ||
| Reisen: Berichte/Bilder Afrika | ||
| burundikids e.V. | ||
Zukunft für Kinder in Afrika |
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Weiß jemand, wo Burundi liegt?
Burundi ist einer der kleinsten Staaten Afrikas und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit (im Gegensatz zu den Nachbarstaaten Ruanda oder Kongo) leben in Burundi knapp 60% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Unter jahrzehntelangen Machtkämpfen, Rassenhass, Vertreibung und politischer Instabilität haben hunderttausende Menschen ihr Leben verloren und das Land rangiert laut Wikipedia mittlerweile auf Platz eins des Welthungerindex, ist also das am stärksten vom Hunger betroffene Land der Welt.
Der Verein burundikids e.V. wurde 2003 gegründet und widmet sich den Kindern in Burundi, um ihnen die Chance auf eine lebenswerte Zukunft geben. Teil des Engagements ist neben Planung und Bau einer Primarschule auch die Entsendung von jungen Menschen, die im Rahmen eines sozialen Jahres den Verein vor Ort unterstützen.
Philipp Ziser aus Karlsruhe ist einer davon: Zusammen mit seiner Freundin Lena und zwei weiteren Mädels reiste er Anfang November nach langer und intensiver Vorbereitungszeit nach Bujumbura und arbeitet seither in einem Kinderheim mit knapp 60 Burundischen Zwergen.
Wie es sich für einen jungen, ohnehin journalistisch tätigen Menschen gehört, führt Phil ein online-Tagebuch. Hier beschreibt er direkt und unmittelbar seinen Alltag und die vielen kleinen und größeren Unwägbarkeiten - wie zum Beispiel, als er sich gleich Anfang November eine lustige Malaria einfing...
Ein Ausschnitt aus seinem Blogeintrag vom 2. Dezember:
"Als ich heute Vormittag zu „Chez André“ kam, stand der gesamte Parkplatz voll mit funkelnagelneuen Toyota-Jeeps, einer glänzte mehr als der andere, alle dasselbe Modell, nur unterschiedliche Farben. Manche sind noch mit Chrom verziert. Das gesamte Parlament sitzt also schon wieder im „Chez André“ bei einer Versammlung. Gestern bot sich mir schon dasselbe Bild – heute bin ich jedoch nicht mehr erschrocken. Es sieht wirklich aus wie in einem Autohaus, ich ärgere mich, dass ich die Kamera nicht dabei habe. Zwischen den Autos stehen die gelangweilten Chauffeure, darum herum unzählige Polizisten und Soldaten. An den Anblick von Maschinengewehren habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Die Uniformierten grüßen freundlich, als ich sie passiere. Einige tun halbstark, haben beim strömenden Regen Sonnenbrillen auf, das eine Bein lässig irgendwo aufgestellt, das gewehr vor sich und einen Grashalm im Mundwinkel. Aber dieser Anblick, dieses Szenario hier auf dem Parkplatz – unglaublich."
Nun...den "Toyota-Jeep" wollen wir ihm mal verzeihen... ;-) ...aber zur Entschädigung hat er uns zwei Bilder geschickt, die er vor ein paar Tagen geknipst hat.
Sein Blog findet sich unter: pziser.wordpress.com
Schaut rein, es bietet einen sehr interessanten Einblick in die Welt der Helfer vor Ort. Dazu gibt es weiter unten noch ein paar weiterführende Links, natürlich auch zu burundikids. e.V. Redaktion: |
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